| Denkmale in Danzig | |
![]() | Lange Gasse und Langer Markt bilden den Königlichen Weg und gehören zu den schönsten Straßen Danzigs. Sie liegen senkrecht der Mottlau, von dem Goldenen Tor bis zum Grünen Tor. Hier wohnten die reichsten Patrizier Danzigs und fast jedes Bürgerhaus besitzt seine eigene interessante Geschichte. Die ältesten erhalten gebliebenen Häuser entstanden schon im Mittelalter, jedoch die meisten Gebäude stammen aus den Neuzeiten. Die Bürgerhäuser an der Langen Gasse sind typische Danziger Häuser mit schmalen Fassaden mit Giebeln oder Attikas. |
![]() | Rathaus der Rechtstadt Es wurde von 1379 bis 1492 gebaut. Der Turmhelm mit der Höhe von 80 Metern, geschaffen von dem Meister Dirk Daniels aus Seeland, ist mit einer vergoldeten Metallstatue des Königs Sigismund August verziert. Drei Flügel des gegenwärtigen Hofes wurden in den Jahren 1593-96 errichtet. Die Innenräume sind im Stil des niederländischen Manierismus erhalten. Der am meisten prächtige Saal - der Große Ratssaal, genannt auch der Rote Saal - gilt als einer der reichsten neuzeitlichen Rathausinnenräume. Seine Ausrüstung ist das Kunstwerk von solchen Künstlern, wie Hans Vredeman de Vries, Izaak van den Blocke und Simon Herle. Die Decke des Saales verzieren 25 Gemälde von Izaak van den Blocke mit einer Symbolsprache. Das am meisten berühmte Gemälde ist die "Apotheose von Danzig". |
![]() | Artushof Nach dem Brand des im 14. Jahrhundert errichtetes Gebäudes gewann er seine heutige Gestalt im Jahre 1477. Die Fassade wurde von Abraham van den Blocke umgebaut. Das Portal in dem Stil des Manierismus ist mit Medaillen mit Porträts von Königen verziert. In dem repräsentativen Innenraum des Hofes befindet sich der riesige, 12 Meter hohe Kachelofen aus der Renaissance, Werk von Georg Stelzeneraus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, mit Kacheln gemalt von dem Meister Jost, auf denen Porträts von hervorragenden europäischen Herrschern, Wappen, sowie Personifikationen von Tugenden und Planeten dargestellt wurden. Das Gebäude war der Treffpunkt von Danziger Patriziern. |
![]() | Neptunsbrunnen Er steht vor dem Artushof seit dem Jahr 1633 und ist ein Symbol von Danzig. Der Initiator seiner Entstehung war der Bürgermeister von Danzig Bart³omiej Schachmann. Die Gestalt des Neptun knüpft an die Bande Danzigs mit dem Meer an. Sie wurde von Peter Husen und Johann Rogge geformt und im Jahre 1615 in Augsburg abgegossen. Der Autor des Brunnenentwurfes war Abraham van den Blocke. Das ihn umgebende prächtige Gitter stammt aus dem Jahr 1634. In den Jahren 1757-1761 gestaltete Johann Karl Stender die Schüssel und den Brunnensockel im Rokokostil um, indem er eine ganze Reihe von Meergeschöpfen zugab. |
![]() | Goldenes Patrizierhaus ist eines der schönsten Gebäude Danzigs. Es wurde für den Bürgermeister Jan Speymann, einen reichen Kaufmann und gebildeten Kunstmäzen und seine Ehegattin, Judit, geboren Bahr, errichtet. Das Haus entstand vor dem Jahr 1609 nach dem Entwurf von Abrahama van den Blocke, der auch Autor eines Teiles der bis zum Jahr 1618 beendeten Skulpturausstattung war. Seinen Ruhm verdankt das Patrizierhaus der wunderschönen reichen Fassade. |
![]() | Langgassentor wurde in den Jahren 1612 - 1614 nach dem Entwurf von Abraham van den Blocke in dem Renaissancestil errichtet. Die Steinskulpturen der Attika aus dem Jahr 1648 wurden von Piotr Ringering angefertigt. Sie stellen die Allegorien von bürgerlichen Tugenden dar: Vernunft, Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Eintracht. An das Langgassentor schließt sich die St. Georgzunft an, erbaut von J. Glotau in den Jahren 1487-1494 in dem spätgotischen Stil. |
![]() | Grünes Tor Bevor dieses repräsentative Bauwerk errichtet wurde, stand hier das älteste Tor Danzigs Koga aus dem 14. Jahrhunderts. In den Jahren 1564-1568 wurde es abgebaut und das bis heute erhalten gebliebene Gebäude in dem Stil des Manierismus erbaut. Das Tor wurde in den Jahren 1568-1571 von Regnier aus Amsterdam und Hans Kramer aus Dresden errichtet, es wurde als Sitz für die die Stadt besuchenden Monarchen vorgesehen. |
![]() | Krantor an der Mottlau Es erfüllte die Funktion eines Hafenkranes und zugleich eines Stadttores. Seine gegenwärtige Form gewann es in den Jahren 1442-1444. In seinem Innern befand sich ein riesiges Holzrad, das mit der Kraft menschlicher Beine bewegt wurde. Der Kran diente nicht nur der Umladung, sondern auch zu dem Setzen von Schiffsmasten. |
![]() | Marienkirche Die Marienkirche ist das größte Ziegelwerk in der Welt. Sie entstand etappenweise in den Jahren 1343-1502. In ihrem Innern befinden sich zahlreiche ausgezeichnete Kunstwerke des Mittelalters und des Barocks, u.a. die Pieta aus Stein aus dem Jahr ca. 1410, eine Kopie des Jüngsten Gerichts, gemalt von Hans Memling im Jahre 1472, die astronomische Uhr angefertigt in den Jahren 1464-1470 von Hans Düringer, oder das Hauptaltar entstanden in den Jahren 1510-1517. Die Länge des Bauwerkes, samt Stützpfeilern des Turmes, beträgt 105 Meter, die Höhe 77,6 Meter, die Gewölbe sind 29 Meter hoch über dem Fußboden. |
![]() | Frauengasse ist ohne Zweifel eine der schönsten Straßen Danzigs. Sie führt von der Marienkirche bis zur Langen Brücke und wird durch das mittelalterliche Frauentor verschlossen. Sie ist ein prächtiges Beispiel für alte Baukunst Danzigs mit Beischlägen und ihren schmalen, reich verzierten Fassaden der Bürgerhäuser, die einst zu reichen Kaufleuten und Goldschmieden gehörten. Die malerische Szenerie der Straße inspirierte seit Jahrhunderten Schriftsteller und Maler. |
![]() | Hohes Tor Es eröffnet den so genannten Königlichen Weg durch die Lange Gasse und den Langen Markt bis zum Grünen Tor. Es wurde von Hans Kramer aus Sachsen als ein Element der neuzeitlichen Festungen aus den Jahren 1574-1576, längs der westlichen Stadtgrenze, erbaut. Am Anfang aus Ziegeln, im Jahre 1588 gewann es seine heutige Gestalt dank einem Ausbau, den der Flame Willem van den Blocke durchführte. |
![]() | Rathaus der Altstadt Es wurde in den Jahren 1587-1595 von Anton van Obberghen erbaut. Es repräsentiert klassische Merkmale der guten, manieristischen flämischen Baukunst. In seinem Innern blieben allegorische Gemälde aus dem 17. Jahrhundert erhalten, an den Wänden von Adolf Boy, an der Decke aus der Werkstatt von Herman Han. |
![]() | Katharinenkirche Diese älteste Pfarrkirche der Altstadt wurde in den Jahren 1227-1239 als Spende der Danziger-Pommerschen Fürsten erbaut und bedeutend in dem 14. Jahrhundert ausgebaut. Bis zum Jahr 1944 konnte man hier gotische, manieristische und barocke Sehenswürdigkeiten in ihrer Ausrüstung bewundern. Im Jahre 1945 wurde die Kirche zerstört. Zur Zeit ist die Kirche vollkommen wiederaufgebaut worden. In dem Innern sind die Gemälde von Anton Möller und Izaak van den Blocke sehenswert. Hier befindet sich auch der Grabstein des berühmten Astronomen Jan Hewelius aus dem Jahr 1659. Auf dem 76 Meter hohen Kirchturm wurde das wunderbar lautende Glockenspiel montiert. |
![]() | Nikolaikirche Die älteste Kirche Danzigs, entstanden Ende des 12. Jahrhunderts und im Jahre 1227 übergeben von dem pommerschen Fürsten Swiêtope³k an das Dominikanerkloster, eingeführt dank dem Heiligen Jacek Odrowoz. Gemeinsam mit dem Kloster existierte sie seit dem Jahr 1348. Dieses gotische Bauwerk wurde als das einzige während des Krieges nicht zerstört. In der Hälfte des 15. Jahrhunderts gewann die Kirche ein Sterngewölbe und die Türme wurden erhöht. Im Innern blieb die reiche frühbarocke Ausrüstung erhalten. |
![]() | Große Mühle wurde am Kanal der Radaune Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet und war die größte Investition des Deutschen Ritterordens in Danzig. Sie vereinigte drei Funktionen: einer Mühle, eines Lagerraums und einer Bäckerei. Die Große Mühle war mit 18 oberschlächtigen Wasserrädern mit dem Durchmesser von 5 Metern ausgerüstet, was eine riesige technische Errungenschaft war. |
![]() | Kathedrale in Oliva Die Trinitatiskirche, die Kirche der Maria Jungfrau und die Bernardkirche wurden als die Zisterzienserkirchen in dem 13. Jahrhundert erbaut. Nach einem großen Brand im Jahre 1350 wurde sie in gotische Form wiederaufgebaut und blieb ohne größere Änderungen bis auf heute erhalten. Die gotische Ausrüstung der Kirche wurde im Jahre 1577 abgebrannt und diese, die wir heute bewundern, entstand in der Barockzeit. Die Kathedrale hat drei Schiffe im Basilikastil, errichtet auf dem Umriss eines lateinischen Kreuzes. Die Kathedrale in Oliva ist 107 Meter lang und ist damit die längste Kirche in Polen. Der prächtige Zierat der Kathedrale ist der Orgelprospekt im Rokokostil aus den Jahren 1763-1788, der zu dem Zeitpunkt seiner Entstehung als der größte in Europa galt. |
![]() | Park in Oliva Der heutige Park entstand in dem 18. Jahrhundert auf dem Gebiet der ehemaligen Klostergärten. In dem Olivapark wachsen Pflanzen, die aus der fast ganzen Welt hierher gebracht wurden. Man kann hier das prächtige, im Jahre 1920 gegründete Alpinarium, die Orangerie, die Felsenhöhle und den Wasserfall, sowie die noch in dem 17. Jahrhundert angepflanzte Hegeallee bewundern. |
![]() | Das Neue Rathaus Das Gebäude wurde 1898 - 1901 für die Generalkommandantur der preußischen Garnison in Danzig errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Bildung der Freistadt Danzig war das Objekt von 1918 bis 1939 Sitz des Hohen Kommissars des Völkerbundes für die Freie Stadt Danzig. Nach 1945 war es Sitz des Städtischen Komitees der Polnischen Arbeiterpartei. 1957 wurde das Gebäude dem Studentenklub "Zak" übergeben, und seit 2000 ist es Sitz des Rates der Stadt Gdañsk und trägt den Namen "Nowy Ratusz" [Neues Rathaus]. |